Ungarn

Eine Ungarn-Birderreise war bereits einmal geplant. Leider machte uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Im Mai 2022 hat es dann endlich geklappt. Wir weilten 7 volle Tage im Naturschutzgebiet: Somogyfajsz/ Boronka. Für den Hin-und den Rückweg gönnten wir uns jeweils 2 Fahrtage. Untergebracht waren wir im Schloss Kund. Dies dient einer Stiftung als Zentrale für das Gebiet zu verwalten. Tibor guckt dort nach dem Rechten. Hin und wieder gab es sprachliche Barrieren. Gut ist doch immer wenn man die wissenschaftlichen Namen der Vögel weiss. Dies wird dann international verstanden;-)

Das Gebiet Somogyfajsz umfasst 800 Hektaren. Das gesamte Gebiet 8000. Diese zwei Gebiete bieten so ziemlich alles an Habitaten. Es ist alles naturbelassen, der Mensch greift kaum ein. Es hat grossflächige Mischwälder mit sehr viel Wild. Zwischen den vielen alten Fischteichen hat es urwüchsige Weiden. Die Fischteiche beinhalten Schilfränder und viele Wasserpflanzen. Immer wieder durchziehen Sümpfe, kleine Bäche und Tümpel die Landschaft. Es hat auch zahlreiche Feuchtwiesen, Hecken etc. Kurz gesagt, es bietet so vielen Spezies Lebensraum. An einigen Stellen ist es nur zu Fuss zugängig. Manchmal überquert man Bäche auf waghalsigen Notbrücken. Einige Wege kann man mit dem grossen Geländewagen befahren und quasi Auto Safari machen. Die ist gut so! Die Vögel sind keine Menschen gewohnt und sehr scheu. Sie haben eine viel grössere Fluchtdistanz als hier in DE oder der CH. Wie bereits erwähnt, mit dem Geländewagen Safari machen ist natürlich toll. Die Vögel kennen das Auto. Die Fenster sind dann bereits unten und wir sassen mit der Kamera bereit im Auto. Eine andere Möglichkeit war, eines der Hides zu benützen oder unser Pop up Camouflage Zelt. Die Hides sind leider nicht mehr in gutem Zustand. Aber es hat noch zwei Türme. Von denen aus hat man auch gute Möglichkeit um versteckt zu fotografieren. Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es war aber sehr heiss. Morgens musste man am besten schon um 6 Uhr losziehen damit man noch bei gutem Licht fotografieren konnte. Ab 10:30 wurden die Kontraste bereits zu stark. Am späteren Nachmittag ging es dann auch wieder gut.

Leider hat es in unmittelbarer Nähe keine Ferienhäuser oder Hotels. Die nächste Möglichkeit wäre zwischen Marzali und dem Balaton. Die bedeutet dann aber morgens noch früher aufstehen. Am besten eignet sich eine Ferienwohnung. Dann kann man früh frühstücken, einen kleinen Lunch mitnehmen und Abends es so einrichten, dass man essen kann wenn man mit birden fertig ist. Faszit: Wir durften einige Highlight erleben in einem kleinen Paradies wo der Staat dringend Subventionen bieten sollte ! Wer ein Naturfreak ist, dann ist er dort richtig. Unterkunftsmässig würden wir uns anders orientieren. Anbei ein paar Impressionen.