Der Raupenstall oder auch Raupenhotel

Nun, bevor man einfach Raupen halten will, sollte man sich schon Gedanken machen wie und wo man die halten will und Vorbereitungen treffen. Erneut möchte ich betonen, dass meine Methode einfach ein Weg ist. Es gibt da verschiedene Lösungen. Persönlich lehne ich es ab, sie in kleinen Gläsern zu halten.

Meine Art die Raupen zu halten ist: ich habe Aerarien in den Grössen: 40/40/60 cm. Es gibt da verschiedene Hersteller, auch im nahen Ausland. Ich bleibe nun gleich beim Aerarium. Es besteht auf 3 Seiten aus einem sehr dünnmaschigem Netz. Eine Seite ist mit einem transparenten Plastik versehen. An einer Seite hat es einen Reissverschluss um quasi eine Tür zu öffnen für praktisches Handling im Inneren. Damit das Ganze draussen stabil ist (bei Wind und Wetter), lege ich auf den Boden eine Sperrholzplatte. Da habe ich im Baumarkt die perfekte Grösse gefunden. Dies beschwert das Ganze perfekt. Dann kommt Haushaltpapier darüber und zwar reisse ich 4 Segmente ab und decke den Boden ab. So kann ich quasi viertelweise austauschen.Früher stellte ich kleine Kistli, bepflanzt mit Fenchel rein. Inzwischen habe ich eine andere Methode: ich schneide Fenchel und befülle leere kleine Fläschli. Die kann ich dann bequem austauschen. So kann ich kahlgefressene Pflanzen rausnehmen und neue hineinstellen.Wenn noch eine Raupe an einem dörren Ast hängt, nehme ich den raus, lege ihn über den frischen Fenchel und die Raupe klettert rüber. Manchmal muss ich bloss Wasser nachfüllen. Die verkoteten Küchenpapierteile kann ich nach und nach bequem entfernen und neue einlegen.

Dann habe ich noch das Gläsersystem. Einmal ein Kleineres mit den Massen Höhe 23 cm, Ø 13 cm. Dies kann gut benützt werden für ein Väsli wo man Stängel einstellt mit Eiern dran und danach eine Weile bis die Raupen das erste Mal gehäutet haben. Oder später, um die ausgewachsene Raupe in Einzelhaltung zu nehmen damit sie sich in Ruhe einen Platz suchen kann um sich zu verpuppen. Diese Grösse ist auch geeignet um eine Raupe zu separieren wenn man denkt dass eine krank ist. Aber ich bevorzuge lieber das Aerarium

Man kann sich aber einen Raupenstall auch selber zimmern. Im Internet gibt es genügend Anleitungen. Beim Netz muss man wirklich achten, dass es extrem engmaschig ist. Mehr zur Gefahr des Parasitenbefall in einer anderen Rubrik. Einige schreiben, dass sich Glas nicht eignet weil es innen zu feucht werden könnte. Ich habe diese Erfahrung nicht gemacht. Das Futter kommt ja nie nass hinein und alles steht draussen im Garten vor Regen geschützt. Einige nehmen Konfigläser. Hm... ich finde selbst die Grossen dann doch etwas zu klein. Für die Babys gehen sie aber für wachsende Raupen finde ich sie zu klein.

Bei den Gläsern klebe ich vom Boden bis zum Rand hin einen breiten Streifen Küchenpapier. Der dienst später der Raupe dazu, sich auch dort auf Wanderschaft zu begeben.

Bild Mitte in der zweiten Reihe: So kann es aussehen wenn meine Lieblinge zu einer anderen Raupenmama in die Ferien gehen wenn ich mal verreise. Die geht bei mir nur weil ich weiss, dass sie dort fachmännisch gehätschelt werden.

Aerarium

Aerarium gefüllt

das kleine Glas

das grössere Glas

Raupenferienanlage

 
     

 

 

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