Das Ei


Das Weibchen legt pro Mal ca. 150 Eier an Futterpflanzen ab. Mehr zu den Futterpflanzen bei der Rubrik Ernährung. Es macht es ziemlich geschickt. Es legt die Eier einzeln ab. Das kann sich auf ein grösseres Gebiet ausdehnen. Falls mit einem Ast der Futterpflanze etwas passiert, ist nicht das ganze Gelege dahin. Man findet daher nie einem Cluster von Schwalbenschwanz Eiern. Dies geschieht im Flatterflug indem es über die Pflanzen fliegt und dann die Eier einzeln abstreift. Dabei biegt sie ihren Unterkörper nach vorne. Als ich es das erste Mal beobachtete kam mir ein Turmfalke in den Sinn der auf Rüttelflug ist.  Ein frisch gelegtes Ei ist eine ca 1-1.5 mm grosse Kugel von einem zarten Vanillegelb. Es kann durchaus mal weisslich sein. Im Laufe der Reifung kann es verschiedene Gelb-Brauntöne annehmen. Kurz vor dem Schlüpfen der Raupe, wird es ziemlich dunkel, die Raupe schimmert durch. Da im April die ersten Falter schlüpfen können (bei sehr warmem Frühling) , kann man ab Mai mit Eiern rechnen sofern das Futterangebot im Garten oder dem Balkon stimmt. Aber das Ganze kann sich auch verzögern bis Mai/ Juni. Bis das Räupchen schlüpft dauert es im günstigsten Fall etwa 5 Tage, kann aber auch gut mal über eine Woche dauern. Natürlich ist es nicht gewährleistet, dass sobald man Fenchel im Garten hat, ein Schwalbenschwanz gleich Eier ablegt. Manchmal ist es recht tricky die Eier zu entdecken. Je nach Perspektive wie man schaut, sieht man ev. ein Ei nicht. Mit der Zeit hat man aber den Dreh raus. Man sagt auch, dass ein Schmetterling gern an seinen Geburtsort zurückkehrt sofern er überlebt. Dort legt er dann Eier sofern es immer noch Futterpflanzen zur Verfügung hat.
Wenn man also bereit ist, den Raupen optimalen Schutz zu bieten, ist es ratsam, das Ei gleich zu schützen. Bereits jetzt lauern die Feinde wie Schlupfwespen und andere Parasiten. Auch Vögel und Reptilien könnten sich an den Eiern vergreifen. Man kann den Stängel der Futterpflanze abschneiden und in einem Reagenzgläsli in einen Raupenstall stellen. Ich achte dann aber darauf, dass der Zweig keine anderen Viecher beherbergt. Mehr zu den Raupenställen in einer anderen Rubrik. Nun wartet man also ab bis eines Morgens das frischgeschlüpfte Räupchen auf der Welt ist. Es frisst noch die Eihülle auf und bekommt so einen Proteinschub. Es misst ca 2.5-3mm, ist anthrazitfarben mit einem hellen Sattel in der Mitte. Dieser imitiert Vogelkot und sollte Feinde abschrecken. Mir erscheinen die Frischgeschlüpften wie kleine Ameisen;-) In dieser Phase braucht es noch nicht viel Futter. Die Eier sollte man nicht von der Pflanze wegnehmen. Wie beschrieben, den Zweig abschneiden und ins Wasser stellen. Aber bereits jetzt die Öffnung oben verschliessen damit die kleinen Räupchen nicht ins Wasser fallen. Dies kann man mit einer Ecke Haushaltpapier oder einer Ecke Schwamm machen.

 

Bild li: Tage altes Ei, Mitte: 4 Tage altes Ei, Rechtes Bild: kurz vor dem schlüpfen. Man kann Räupchen schon erkennen.

 

 

 

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